Beifallsstürme für den Soundhaufen Maulbach

Zum 14. Mal in Folge lud der „Soundhaufen Maulbach“ zu seinem weit über die Grenzen hinaus bekannten „VB-quer Konzert“ und machte seinem Namen alle Ehre.

NIEDER-OFLEIDEN – Irgendwo, auf der Welt, gibt´s ein kleines bisschen Glück. Und ich träum davon in jedem Augenblick“: Dieser Evergreen und viele andere Lieder aus den Genre Pop, Jazz, Swing und Musical der Musikgeschichte versetzten weit über 400 Liebhaber der A-Cappella-Musik in der Sporthalle in Nieder-Ofleiden in eine besondere Stimmungslage: Zum 14. Mal in Folge lud der „Soundhaufen Maulbach“ zu seinem weit über die Grenzen hinaus bekannten „VB-quer Konzert“ und machte seinem Namen alle Ehre.
Frühlingshafte Blumenarrangements und farbenfrohe Wabenpapierblüten auf schwarzem Grund zur optischen Stimulierung der Sinne, vollendet mit freudigem Gesang der Maulbacher Sänger sowie dem Gastensemble „The Ladies Voice“ aus Marburg und der Schwalm – mehr war nicht nötig, um als Konzertbesucher und Beteiligter nach gut zweieinhalb Stunden den Abschluss mit einem berauschenden Glücksgefühl im Bauch zu finden.
„Herzlich willkommen, unser VB-quer geht mittlerweile in die 14. Auflage. Wiederholungshörer wissen ja schon Bescheid, wie es läuft. Erstbesucher unseres Konzertes lernen uns heute kennen. Wie immer hatten wir auch einen Kinderchor eingeladen, leider aber hat uns die Formation jetzt absagen müssen“, eröffnete Vorsitzende Lotti Kehl das Programm.
Sodann gaben die Gastgeber um Chorleiter Uwe Henkhaus mit einem melodischen Einzug zur Bühne ein erstes Stelldichein und präsentierten eine bunte Auswahl ihrer Lieder. Ausgeschmückt mit lockeren Moderationen sowie Leidenschaft zur Musikalität streiften ein knappes Dutzend an Frauen mit fast zwei handvoll Männer durch ihr breit gefächertes Repertoire und heimsten sich unaufhörlich die Gunst der Zuhörer ein.
Butterweiche Stimmen
„Egal was kommt, es wird gut sowieso“, startete die Formation mit Gelassenheit im Sinne von Mark Forster, suchte danach im melodischen Small Talk die „Nette Begegnung“ und bekannte sich zu dem kleinen „Teddy Bär“. Zugleich versank die Sängerschaft voller Melancholie mit butterweichen Stimmen in das Lied „Kleiner grauer Falter“ und beschloss den außerordentlichen Gefühlsritt mit großem Selbstbewusstsein gegenüber „bösen Zungen“ mit dem erfolgreichen Song der Ärzte „Lasse redn“.
Im zweiten Block legte der Soundhaufen zunächst mit „Lord of the dance“ ein schwunghaftes irisches Folk-Tänzchen aufs Bühnenparkett, erkannte einen Moment später in softer Tonlage „The only way is up“. Trotzdem schienen die Damen und Herren davon überzeugt „I love my life“. Am Ende bestieg die Formation mit „Top of the world“ bei bester Laune den Gipfel der Welt und genoss den Beifallssturm in vollen Zügen.
Nicht von schlechten Eltern waren desgleichen die vier Frauen vom Vokalensemble „The Ladies Voice“. Ihre besondere Leidenschaft galt offenkundig dem Jazz, Swing und ‚close-harmony-Gesang‘ im Stil der Andrew Sisters. Dementsprechend setzten die „Ladies in red“ mit dem Titel „Alexander`s Ragtime Band“ einen verheißungsvollen Auftakt. Mit viel Stimme und Ausdrucksstärke flanierte das Quartett von Barbershop-Klassikern aus den 1910er Jahren, über die Ära der großen Broadway-Musicals mit Titeln wie „Nur ein Zimmerchen irgendwo“, bis hin zum Doo-Wop-Sound der frühen 1960er.
„Donnerwetter“ staunte gar mancher Zuschauer über deren Rhythmus im Blut. Spätestens bei den alten Schlagern und Evergreens wie „Lollipop“, „Pack die Badehose ein“ oder maritime Hits über die Heimat und das Meer schwappte auch in den Sitzreihen der Funke über.
Am Ende bedankte sich das Publikum mit langanhaltenden Beifallsstürmen und Standing Ovation bei allen Beteiligten. „Zufällig haben wir noch ein Lied vorbereitet“, reagierte Chorleiter Uwe Henkhaus auf den Wunsch nach „mehr“ und stimmte mit seinem „Soundhaufen“ in anmutiger Musiknotation der Wise Guys die Frage nach dem Sinn des Lebens an – „Wie kann es sein?“
By | 2019-03-23T08:33:59+00:00 März 23rd, 2019|Pressestimmen|0 Comments